22
Feb

Grenzen setzen statt Grenzen bauen!

Veröffentlicht von am in i-restart
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Neu­lich be­rich­tete mir eine Mut­ter, die Ta­sche ihres Sohnes sei von einem Mit­schüler grob be­schädigt wor­den. Der an­dere Jun­ge hätte dies zu­ge­geben, die Mut­ter auch zu­zu­geben, dass ihr Sohn dies ge­macht habe. Als die Mut­ter des Ge­schädig­ten eine Ent­schuldi­gung und die Re­gu­lierung des Scha­dens klä­ren möch­te, wird sie an­ge­schrien und bös­willig be­lei­digt. Eine Mut­ter eines wei­teren Klassen­kamera­den sag­te dann zu ihr, sie hät­te auch schon Stress mit dieser Mut­ter ge­habt und auf­ge­geben, die Klassen­lehrerin winkt auf die Situa­tion hin an­ge­sprochen ab, der Junge sei auf­fällig und die Mut­ter schwie­rig. Sie würde sich immer mit lau­tem Ge­brüll der Kon­se­quenzen ent­ziehen und ihren Sohn auch ent­sprech­end er­ziehen.
Soll­ten Sie des­halb auf­geben und ein der­arti­ges Ver­halten un­ab­hängig vom Sach­schaden ak­zep­tieren? Nein! Es ist rich­tig, den Sach­verhalt, zur Not un­ter Zur­hilfe­nahme von Drit­ten zu klä­ren, eine Ent­schuldi­gung ein­zu­fordern und auf­zu­zeigen, dass die Sachen Drit­ter nicht mut­willig be­schä­digt wer­den dür­fen, ohne dass es Kon­se­quenzen hat. Ge­rade wenn ein sol­ches Ver­halten nicht von Be­ginn an sank­tio­niert wird, wer­den die Tä­ter nur un­ge­hemm­ter in ihrem Ver­halten gegen­über Drit­ten.
Eine Klien­tin er­zählte mir in der Be­ra­tung, sie sei von einem Kol­legen ver­bal attackiert und mit einem Li­neal ge­schlagen wor­den und sie wol­le den Job kün­digen, weil sie Angst habe, zur Ar­beit zu ge­hen. Un­ter Hin­zu­zieh­ung der Vor­ge­setzten wur­den dem Kol­le­gen deut­lich Gren­zen auf­ge­zeigt und das Team für die Über­griffe sen­si­bi­li­siert. Wäh­rend die Kol­legen dies vor­her zu­nächst mit einem Lächeln ge­dul­det hat­ten, ha­ben die­se sich so­fort hin­ter die Kol­legin ge­stellt, nach­dem die Vor­ge­setzte auf­ge­zeigt hat­te, wel­che Kon­se­quenzen es ha­ben wür­de, unter An­derem dass die Kol­legin kün­digen woll­te. Schluss­end­lich hat der tät­liche Kol­lege einen neu­en Job ge­sucht, schließ­lich hat­te er in sein­em Berufs­um­feld keine Tole­ranz (mehr) für sein Ver­hal­ten er­hal­ten.
Wenn Sie also Zeu­ge für so­zial in­ak­zep­tab­les Ver­hal­ten wer­den, zei­gen Sie dem Tä­ter Gren­zen auf, ver­bün­den sich mit an­de­ren Ge­schä­dig­ten oder Ent­schei­dern. Sol­­l­ten Sie im so­zia­len oder be­ruf­lichen Um­feld keine Unter­stütz­ung er­fahren, a­sozia­les Ver­hal­ten von An­de­ren zu unter­bin­den, zie­hen Sie sich schnellst­mög­lich aus die­sem Um­feld zu­rück. Nur da­mit kön­nen Sie sol­chen Men­schen und einem sol­chen Um­feld die Auf­merk­sam­keit ent­zie­hen. Es ist bes­ser, in einem frü­hen Sta­dium Gren­zen zu set­zen, statt spä­ter Gren­zen auf­bauen zu müs­sen, um einem sol­chen Ver­halten dann noch Ein­halt zu ge­bie­ten. Pas­sen Sie auf sich auf! Ihre Isabell C. Krone
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