10
Okt

Von Lerchen und Nachtigallen

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Viele Menschen arbeiten am liebsten zu unterschiedlichen Zeiten. Manche sind Morgenmenschen und andere laufen erst in den Abendstunden zur Höchstform auf. In vielen Unternehmen wird, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kunden zum einen, und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter zum anderen Rechnung zu tragen, Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit angeboten. Dies führt zur schleichenden Schichtarbeit im Angestelltenbereich. Die einen - die Lerchen - kommen gerne früh und genießen dann den frühen Feierabend. Die finden sich oft auch in Positionen wieder, die eine frühe Anwesenheit erfordern. Die anderen sind Langschläfer oder Menschen, die vor der Arbeit gerne Sport machen und kommen deshalb spät - die Nachtigallen - weil sie erst abends zur Bestform auflaufen oder ihre Kunden erst spät erreichen. Die Zusammenarbeit der Teams ergibt aber weniger zeitliche Schnittmenge der unterschiedlichen Typen als bei gleichem Arbeitszeitverhalten. Aber nicht nur das. Es führt mitunter zu irrationalen Bewertungen des jeweils anderen Arbeitszeitrhythmus. Die Lerchen halten die Nachtigallen für faul, weil diese erst spät zur Arbeit kommen und beneiden diese um ihre entspannte Einstellung zum Arbeitstag. Die Nachtigallen können nicht fassen, wie die Lerchen bereits am Nachmittag fröhlich das Haus verlassen, wenn der Arbeitsberg für diesen Tag doch noch so groß ist und glauben daher oft, dass sie die Einzigen sind, die wirklich hart arbeiten. Beide arbeiten dabei ihre täglichen Arbeitsstunden. Die Führung ist dabei gefragt, die Ergebnisse beider Arbeitstypen in den Mittelpunkt der Zusammenarbeit zu rücken. Einen großen Vorteil hat die Zusammensetzung der Teams aus beiden Typen bei der zunehmenden Internationalisierung der Unternehmen. Die Lerchen werden sehr gerne die asiatischen Kunden betreuen, weil sie die größte zeitliche Schnittmenge mit diesen Kunden haben. Und die Nachtigallen übernehmen die amerikanischen oder südamerikanischen Kunden, weil deren Zeitfenster am besten zu dem ihrer Kunden passt. Dann ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Arbeitstypen in den Teams zumeist wertschätzend und kooperativ, weil jeder seinen Kundenkreis hat und froh ist, dass dieser zu seinem Arbeitstyp passt. Führung heißt, beide Typen zu managen. Und damit es zum Arbeitsrhythmus des Teams passt, sollten Führungskräfte Idealerweise beides können. Passen Sie auf sich auf! Ihre Isabell C. Krone
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